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Ausbildung zur Koordination in der Hospiz- und Palliativarbeit


26.03.2019 - 05.12.2019
Wer im Hospiz- oder Palliativbereich tätig sein will, braucht heute eine hohe Kompetenz in den hierzu erforderlichen Koordinationstätigkeiten. Die Hospiz- und Palliativarbeit hat in den letzten 20 Jahren eine sehr komplexe Entwicklung genommen. So viele verschiedene Hilfesysteme, so viele Gesetzesgrundlagen, so viele Vernetzungserfordernisse in den Sozialräumen der auch mit anderen Diensten gemeinsam gut koordiniert zu begleitenden Menschen können heute in der ambulanten Koordination ineinandergreifen, dass die/ der einzelne Koordinator/in eine gute Gesamtausbildung zur Koordination benötigt, um auch wirklich im Sinne des Menschen, der in der Mitte aller Begleitungen steht, alle mittlerweile bestehenden Hilfen und Netzwerke erkennen und auch einschalten zu können.

Gerade die ambulante Hospizarbeit besteht mehr als „nur“ im Ehrenamtsaufbau vor allem in einer guten Koordination des insgesamt heute bestehenden Netzwerkpotentials. Das gilt natürlich ebenso für SAPV- und Palliativ-Teams, für palliative Dienste im Krankenhaus, für Kooperationen nach dem HPG wie für alles Tätigwerden in Gestaltungsprozessen der letzten Lebensphase überhaupt.

Es fehlte aber bisher eine gemeinsame Koordinationsausbildung, die alles Wissen und Können haltungsorientiert zusammenfasst. Die Bundes-Hospiz-Akademie gGmbH bietet Ihnen deshalb hier eine solche umfassende Koordinationsausbildung in der Hospiz- und Palliativarbeit mit begrenzter Kursgröße zum an. Sie bietet damit ambulanten Hospizdiensten ebenso eine umfassende Möglichkeit, die in ihnen tätigen KoordinatorInnen für die eigene Arbeit ausbilden zu lassen, wie sie auch koordinierend Tätige jeglicher Berufsprovenienz in allen Formen von Palliativ-Netzwerken mit den zu dieser Arbeit erforderlichen Kompetenzen ausstattet.

Die Koordinationsausbildung ist in 3 Teile gegliedert und in Modulform strukturiert:
Die 3 Ausbildungsteile (9 Module à 9 Stunden pro Teil/ insgesamt 243 Std. zzgl.. 24 Std. Supervision) umfassen.
a. Die Organisations- und Systemkompetenz („Care-Management“)
b. die einzelfallbezogene Begleitkompetenz („Case-Management“) und
c. die Haltungs- und Ehrenamtskomptenz („Share-Management“).
Die Ausbildung ist in eine Grund- und eine Aufbaustufe gegliedert. Sie erfordert auch 42 Std. an kollegialer Beratung, so dass sie insgesamt einen Umfang von 309 Stunden erreicht.

Die Ausbildung soll das heute benötigte Know-How sowohl für die einzelfallbezogene Begleitung als auch für die organisations- und strukturorientierte Gestaltung von Koordinationsprozessen insgesamt vermitteln. Dabei will sie ambulant tätigen Einrichtungen und Trägern helfen, haltungsorientiert das für die Koordination in der Hospiz- und Palliativarbeit insgesamt erforderliche Begleit- und Beratungshandeln auszubilden. Es gilt der Grundfrage nachzugehen, wie der Mensch, um den es in einer konkreten Lebenssituation fallweise geht, auch im Kontext aller möglichen Hilfeorganisationen und –systeme gut strukturiert begleitet wird.

Die Ausbildung endet mit einer Abschlussarbeit und führt zu einem Zertifikat, in dem sowohl die Voraussetzungen zur Koordinationstätigkeit im ambulanten Hospizbereich (incl. der Führungs- und Leitungskompetenzen) nach 39 a Abs. 2 SGB V als auch zum Erhalt der Case-Managament-Zertifizierung nach dem Standard der DGCC e.V. erfüllt sind.


Die Ausbildungsinhalte

Geschichte der Hospizbewegung; Hospizidee und Teilhabedenken; Grundmodelle der ambulanten Hospizarbeit, Entwicklung und Arbeiten in der Haltungsorientierung; ethische Grundlagen Ethik-Verstehen, Begründung bürgerschaftlichen Engagements; Aufbau des Ehrenamts, Koordination von Ehrenamtlichen; Grundlagen und Gestaltung von Befähigungskursen; Führen und Leiten zwischen Ehrenamt und Vorstand; partizipatives Begleiten von Gestaltungsprozessen; Begriffsklärung des Care-Managements, gesetzliche Grundlagen und strukturelle Rahmenbedingungen; Rollenverständnisse der Koordination, Grundlagen, Methoden und Ziele der Netzwerkarbeit, Etablierung, Initiierung und Finanzierung in der Netzwerkbildung, Praxis der Dokumentation, der Begriff der fallbezogenen Begleitung; Unterscheidung von Fall- und System(-steuerung), konzeptionelle Entwicklung des Case-Managements, Umgang mit Komplexität im System; Grundlagen, Implementierung und Methoden des Case-Managements, Netzwerkbildung auf Fall- und Systemsteuerungsebene; Rollenverständnisse und Konkurrenzen, Kommunikation und DISG-Modell uvm.


Die Ausbildungstermine

Grundstufe:
Modul 1: 26. -27 . März. 2019;
Modul 2: 2. - 4. April 2019;
Modul 3: 20. - 22. Mai 2019;
Modul 4: 13. - 15. Juni 2019.

Aufbaustufe:
Modul 5: 2. - 4. Juli 2019;
Modul 6: 23. - 25. September 2019;
Modul 7: 8. - 10. Oktober 2019,
Modul 8: 5. - 7. November 2019,
Modul 9: 3. - 5. Dezember 2019;
Zzgl. Termine für Kollegiale Beratung und Supervision nach Vereinbarung.